Karriere

Wie verliere ich Bewerber oder: Was im Bewerbungsprozess schief gehen kann

Das waren noch Zeiten (zumindest für Arbeitgeber): Es gab qualifizierte Bewerber in rauen Mengen, die sich um jeden Job förmlich gerissen haben – man konnte sich die besten einfach aussuchen!

Lang ist’s her – zum Glück (dieses Mal zumindest für Arbeitnehmer). Heute sieht die Welt ein bisschen anders aus: Der Fachkräftemangel lässt grüßen. Der von Steven Hankin bereits 1997 beschriebene War for Talents hat sich verschärft und es weht ein rauer Wind in der Recruiterszene. Besonders in der IT ist es immer schwieriger geworden, hochqualifizierte Mitarbeiter zu finden.

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Was bedeutet das also für Unternehmen und auch für itemis? Sie müssen den passenden Arbeitsplatz für den passenden Bewerber schaffen und zum Beispiel durch gutes Employer Branding aus der Masse der Unternehmen positiv herausstechen. Und – denn das vergisst der ein oder andere vielleicht – sie müssen den Bewerbungsprozess so angenehm wie möglich gestalten. Denn auch wenn es mittlerweile eher die Bewerber sind, die sich die Stellen aussuchen können, ist der Bewerbungsprozess kein Zuckerschlecken und macht den wenigsten Menschen Spaß. Was genau Bewerber abschrecken kann,
hat sich die Online-Plattform Stepstone in einer Studie einmal genauer angeschaut.

Vieles kann schiefgehen – vor, während und nach der Bewerbung

Basierend auf diesen Ergebnissen gehen wir nun also mal davon aus, dass ein Bewerber auf eine Stellenanzeige aufmerksam geworden ist und diese prinzipiell interessant findet – was genau kann ab diesem Zeitpunkt also noch schief gehen?


  1. Vor und während der Bewerbung: Der gesamte Bewerbungsprozess wirkt zu kompliziert oder wird dem Bewerber nicht klar. Mehr als ein Drittel der Befragten gab in der Stepstone-Studie an, dass es ein Grund wäre, sich nicht zu bewerben, wenn die formellen Anforderungen an den Bewerbungsprozess zu kompliziert erscheinen.

  2. Nach der Bewerbung: Eine konkrete Rückmeldung fehlt. Klar, eine automatische Eingangsbestätigung direkt nach der Bewerbung ist gut und wichtig, doch auch eine verbindliche Rückmeldung sollte nicht zu lange auf sich warten lassen – 49 % der Befragten wünschen sich diese nach maximal zwei Wochen.

  3. Nach der Bewerbung: Der gesamte Bewerbungsprozess, inklusive Bewerbungsgesprächen, usw. dauert zu lange – das angegebene Maximum, das die Befragten angegeben haben, liegt bei zwei Monaten.

  4. Während und nach dem Bewerbungsgespräch: Die z. B. durch den Onlineauftritt, die Stellenanzeigen oder die ersten Kontakte geschürten Erwartungen und die erlebte Realität klaffen auseinander oder das persönliche Verhältnis stimmt von Anfang an nicht. Dies gilt insbesondere für den direkten Vorgesetzten: 72 % der Befragten gaben an, dass es ein Grund für sie wäre, einen angebotenen Job auszuschlagen, wenn der Chef keinen guten Eindruck auf sie macht. Weitere Gründe sind, dass die Angaben zu Inhalten, zum Arbeitsplatz und dem Unternehmen selber nicht mit den Erwartungen übereinstimmen oder zum Beispiel nicht angekündigte Prüfungen im Bewerbungsgespräch gestellt werden.

Was kann man stattdessen tun?

Auch uns bei itemis ist bewusst, dass wir nicht in die oben genannten Fettnäpfchen treten sollten, wenn wir Bewerber für uns gewinnen wollen.

Darum sind uns folgende Aspekte wichtig:


  1. Transparenz: Auf unserer Karriereseite beschreiben wir, was dich bei uns erwartet. Wir beschreiben nicht nur, wen wir suchen und wie wir ticken, sondern auch wie der Bewerbungsprozess abläuft. Dass das Zweitgespräch also in der Regel in Lünen stattfindet und dich vielleicht auch eine kleine technische Aufgabe erwartet, kommt nicht überraschend. Außerdem bekommst du entweder auf dieser Seite oder hier im Blog, bei Instagram oder in unserem Magazin about:itemis einen Eindruck von unserer Unternehmenskultur und kannst so schon früh einschätzen, ob du zu uns passt.

  2. Feedback: Wir wollen dich nicht lange warten lassen und auch keine Zeit verlieren. Darum melden wir uns zügig und verbindlich bei dir zurück, sobald deine Bewerbung eingegangen ist und wir sie uns angeschaut haben.

  3. Einfachheit: Bei uns kannst du dich online bewerben und selber entscheiden, wie du deinen Lebenslauf hochlädst (PDF, LinkedIn, Xing oder Softgarden) und welche und wie viele Anhänge du mitschicken möchtest. Natürlich kannst du dich auch gerne ganz ausführlich bewerben – direkte, kurze Kontaktaufnahmen werden bei uns aber nicht nachteilig behandelt.


Schau dir unsere Stellenanzeigen doch einfach mal an – vielleicht ist etwas Passendes für dich dabei. Wir freuen uns, von dir zu hören!

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Über Sandra Rennemann

Sandra Rennemann ist bei itemis verantwortlich für den Bereich Talentmanagement. Solltest du Lust haben bei uns zu arbeiten, setze dich gerne mit ihr in Verbindung.