Über die Vereinbarkeit von Familie und Projekteinsatz

Viele unserer Kollegen sind täglich beim Kunden im Einsatz – das Thema Reisebereitschaft ist daher allgegenwärtig. Doch lassen sich häufige Standortwechsel mit Familie und Freunden in Einklang bringen? Und haben sie vielleicht sogar etwas Gutes?

Im ersten Teil unserer Serie zum Thema "Reisen im Job" teilt Software Architekt Benedikt Niehues seine persönlichen Erfahrungen mit uns.

Reisebereitschaft als Voraussetzung

„Wir sind ein IT-Beratungsunternehmen und zum größten Teil bei unseren Kunden vor Ort im Einsatz.“

So oder so ähnlich wurde auch in meinem Bewerbergespräch die Reisebereitschaft thematisiert. "Wir müssen eine hohe Bereitschaft immer voraussetzen, da wir keinem IT-Berater versprechen können, beim Kundeneinsatz immer am gleichen Standort zu bleiben“, hieß es. Und weiter: “Aber ist es nicht das, was den Job auch attraktiv macht? Die Abwechslung, in neuen Projekten, mit neuen Aufgaben und anderen Menschen zusammen zu arbeiten?”

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Mein erster Impuls: „Ja, aber...“

Einwände gibt und gab es genug, doch wurde schnell klar, dass auch ein recht hoher Reiseaufwand durchaus mit der Familie in Einklang zu bringen ist.

Als Vater von zwei Töchtern (4 und 6 Jahre) wäre es mir natürlich am liebsten, jeden Abend zu Hause sein zu können. Trotzdem bin ich als Software-Architekt bei itemis viel bei Kunden in Projekten im Einsatz. Mal heimatnah, aber auch oft weiter weg von zu Hause.

Trotz der Reiserei gelingt mir eine gute Work-Life-Balance – nicht zuletzt durch den nötigen Rückhalt meiner Familie. Doch auch die Kunden fordern in der Regel keine “nine to five“-Anwesenheit an fünf Tagen die Woche. Vielmehr ermöglichen Skype, Google Hangouts und Co. eine (agile) Zusammenarbeit auch in verteilten Teams. So kann ich meine Reisetätigkeiten im Schnitt auf zwei bis drei Tage pro Woche reduzieren.

Standortwechsel haben auch Vorteile

Doch auch, wenn ich zeitweise tatsächlich viel unterwegs bin – die Reiserei bringt durchaus Vorteile mit sich:

Ohne die alltäglichen “Ablenkungen” kann ich mich beim Kunden vor Ort natürlich besser auf meine Arbeit konzentrieren. Viel wichtiger ist mir aber, dass ich viele Unternehmen „von innen heraus“ kennenlerne – und das in der Regel sogar ohne deren Verwaltungszwängen zu unterliegen. Hinzu kommt, dass in interdisziplinären Teams immer wirklich gute Leute mit den unterschiedlichsten Qualifikationen und Erfahrungen aus den unterschiedlichsten Kulturkreisen zusammenkommen. Das erweitert nicht nur von Projekt zu Projekt mein persönliches Netzwerk, vielmehr kann ich ständig etwas von den Teamkollegen lernen. Face-to-Face ist die Lernkurve naturgemäß wesentlich höher, vor allem wenn die Teamkollegen gemeinsam nach Lösungen für immer neue Problemstellungen suchen oder am Abend gemeinsam etwas unternehmen. Diese „socializing Events“ machen nicht nur Spaß, sondern lassen das Team stärker zusammenrücken, erhöhen die Motivation, schaffen ein gegenseitiges Verständnis und rufen einen enormen Erfahrungsaustausch auf den Plan.

Guter Kompromiss zwischen Job und Familie

Ich kann für mich jedenfalls behaupten, dass ich einen guten Kompromiss zwischen Job und Familienleben gefunden habe. Wer Offenheit für Neues, ein gewisses Maß an Kontaktfreudigkeit und die Bereitschaft zu lernen mitbringt und sich zu guter Letzt immer wieder auf zuhause freuen kann, für den sollte sich die Reiserei gut vertreten lassen. Daher bin ich durchaus bereit, für spannende Projekte regelmäßig an den Ort des Geschehens zu reisen.

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Sollte meine Motivation dennoch nachlassen, wäre bei itemis dank des Verständnisses meines Arbeitgebers ein Projektausstieg in der Regel schnell umgesetzt, so dass ich mich neuen Herausforderungen stellen könnte.

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Über Benedikt Niehues

Benedikt ist seit 2005 Software Architekt bei itemis. Als Allrounder unterstützt er Kunden auf verschiedenen Gebieten. Er interessiert sich für IoT und agile und modellgetriebene Softwareentwicklung